Finnland: Provider sollen Piraten verwarnen

Gesetzesentwurf gegen illegales Filesharing

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Finnland: Provider sollen Piraten verwarnen

Beitragvon Daisy » Fr 30. Jul 2010, 21:19

Finnland hat in der jüngsten Vergangenheit eine führende Rolle eingenommen, wenn es um die Thematik Internet geht. Eine Internetanbindung für jeden Finnen ist dort per Gesetz zu einem Grundrecht geworden. Nun liegt ein weiterer Gesetzesentwurf vor, der illegales Filesharing bekämpfen soll.

Die finnische Regierung hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Urheberrechtsverletzungen über das Internet bekämpfen soll. Ziel ist es, die Piraterie in Finnland deutlich zu senken. Nach Angaben der beiden größten Internet Service Provider (ISP) des Landes betreiben mehr als 50 Prozent aller finnischen Internetnutzer Filesharing. Ob zu legalen oder illegalen Zwecken wird nicht dargelegt.

Die Regierung möchte mit einem neuen Gesetz kontern. Jedoch soll es keine Sanktionen geben. Das Gesetz verlangt von den Providern, ihre Kunden zu verwarnen, sollten sie Urheberrechtsverletzungen über das Internet begehen. Die hierfür relevanten Daten sollen von Piratenjägern der Kreativwirtschaft geliefert werden. Sobald eine Rechtsverletzung bekannt wird, muss der Provider eine Mitteilung an seinen Kunden schicken. Weitere "Risiken" drohen dem Anschluss jedoch nicht. Man zielt darauf ab, dass die Botschaft erziehend wirkt und seine Wirkung möglicherweise ohne weitere Sanktionen entfaltet.

Finnland
Aufgrund der Gestaltung des Gesetzes sind sich Vertreter von Anti-Piraterie-Verbänden sowie der finnischen Piratenpartei in einem Punkt einig. Das Gesetz ist nutzlos. Ein Anschlussinhaber könnte Dutzende Schreiben erhalten, ohne irgendwelche Konsequenzen fürchten zu müssen. Wie der Vertreter der Piratenpartei, Pasi Palmulehto erklärte, könnten die Schreiben vielleicht einige Nutzer abschrecken. Eine breite Wirkung könne man aber nicht erwarten.
Finnland

Auch wenn beide Seiten darin übereinstimmen, könnten die Gründe hierfür nicht unterschiedlicher sein. Die Contentindustrie sieht die Nutzlosigkeit in erster Linie bei den mangelnden Sanktionen für die Anschlussinhaber. Nach Ansicht der Piratenpartei ist dies zwar zutreffend, als Lösung erachtet man jedoch nicht die Einführung von Sanktionen. Die "einzige realistische Alternative" sei eine Verbesserung der Situation auf lange Sicht. Dies solle durch eine Legalisierung von Filesharing für private Zwecke realisiert werden.

Text-Quellen: torrentfreak
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Ich brauch ne neue Wohnung, in der alten ist ne Spinne!


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